18. November 2020

welche glücksspiele gibt es

Das Spiel in Deutschland steht vor einer Zeitenwende. Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich die Bundesländer auf eine Gesetzesreform geeinigt, via der erstmals glücksspiel online im Internet weitgehend erlaubt werden wissen. Online-Poker und digitale Roulette-Spiele, aber darüber hinaus virtuelle Spielautomaten wären damit erstmals legal. Für Sportwettenanbieter, die bislang in ihrer rechtlichen Grauzone ferner teils ungesetzlich in gebrauch nehmen, soll es dauerhafte Erlaubnisse geben. Dies staatliche Lotteriemonopol fehlt bestehen. Die Regierungschefs der Länder sollen die neue Glücksspielregulierung auf ihrer nächsten Konferenz am 8. März beschließen.

Deutschland ist natürlich der größte Glücksspielmarkt Europas. Lottogesellschaften, Sportwetten- und Casinoanbieter setzen hierzulande nach Daten der Bundesländer 13, 9 Milliarden Euro um. Der Schwarzmarkt ist riesig: Dieses Fünftel dieser Palette entfällt auf bislang illegale Angebote. Allein an die zwei Milliarden Euro erwerben Anbieter illegaler Online-Casinos schätzungsweise im Jahr. Den größten Anteil haben nach wie vor Spielautomaten in Gaststätten und Kasinos mit einem Marktanteil von gut 42 Prozent, gefolgt vonseiten den 16 Lotteriegesellschaften der Bundesländer mit etwa 33 %. Illegale Angebote wachsen seit Jahren pro schnellsten.

Mit der Gesetznovelle reagieren die Bundesländer auf den Druck, der durch den boomenden Schwarzmarkt entstanden ist. Den jetzt für das Glücksspielrecht weitgehend zuständigen Bundesländern ist natürlich es nicht beachtenswert, die bislang geltenden Verbote durchzusetzen. Schwarzmarkt-Anbieter aus dem Ausland konnten agieren, minus Konsequenzen fürchten zu müssen. Befürworter einer Marktöffnung bemängeln, seinem Staat seien demzufolge seit Jahren Steuereinnahmen verloren gegangen. Kritiker befürchten mit der nun angestrebten Regulierung steigende Suchtgefahren speziell für Jüngere.

Für klassische Casinospiele wie Roulette gelten noch einmal Sonderregeln

Nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag soll eine bundesweit zuständige Behörde geschaffen werden, die künftig für die Regulierung des Online-Angebots verantwortlich ist. Spieler dürften dem Entwurf zufolge nicht mehr wie 1000 Euro zum vorteil von Monat über jeder Angebote hinweg einzahlen. Die Zahlungsströme nacherleben zentral überwacht sein. Eine bundesweite Sperrdatei soll Spielsüchtige von seiten allen Spielangeboten schlagen. Anbieter müssen zudem ein “automatisiertes System” zur Früherkennung von glücksspielsuchtgefährdeten Spielern herausfinden.

Dies bisherige Trennungsgebot fällt: Künftig soll dieses erlaubt sein, Sportwetten und Automatenspiele herauf derselben Online-Plattform anzubieten, und noch dazu Lotterien zu vermitteln. Davon zu unterscheiden sind laut Recht Casinospiele wie Roulette und Blackjack. Für diese sollen alleinig staatlich konzessionierte Betriebe wie etwa Spielhallen Erlaubnisse erhalten, wodurch die Bundesländer dabei weitgehend selbst über die Details jener Regeln entscheiden sachverstand. Werbung für sodann legalen Online-Angebote kann grundsätzlich erlaubt sein.

Bislang hatte Schleswig-Holstein wie einziges Bundesland labil Erlaubnisse für Online-Anbieter erteilt. Diese waren Anfang 2019 erloschen; die Landesregierung in Kiel hatte jene verlängert. Der dortige Staatskanzleichef Dirk Schrödter sprach am Mittwoch von einem guten Ergebnis. Die welche glücksspiele gibt es Länder hätten “Handlungsfähigkeit bewiesen”. Die im rahmen (von) den Verhandlungen federführende Staatskanzlei in Nordrhein-Westfalen wollte die geplante Reform zum jetzigen Zeitpunkt nicht einen kommentar abgeben. Für den 19. Februar sind Branchenverbände zur Anhörung getreu Düsseldorf geladen. In Verhandlungskreisen erwartet jemand keine grundlegenden Änderungen mehr. Nach dem Beschluss Anfang März müssen die Landesparlamente das Gesetz ratifizieren, sodann muss die EU-Kommission den Bestimmungen noch zustimmen. Am 1. Juli 2021 soll das Gesetz in Kraft zertrampeln - dann läuft der bisherige Staatsvertrag aus.